Gottfried Suppan
Seit über 30 Jahren war Gottfried Suppan Direktor der Gabor. Nach seiner Pension mit 65 war er für die Firma als Berater in Europa und Asien unterwegs.
"Nachdem das vorbei war, habe ich mir die Frage gestellt, was ich mit meiner Zeit anfangen soll und habe 2000 zum Skifahren begonnen", skizziert Suppan.
2003 hat er das erste internationale Rennen erfolgreich bestritten und Blut geleckt.
"Der Anreiz war sehr groß, etwas zu erreichen. Und zäh und ausdauernd war ich immer."
Der österreichische Staatsmeistertitel folgte, bei der WM gelangte er mehrere Male auf den dritten und vierten Platz.
"Letztes Jahr wurde ich dann Weltmeister. Heuer gelang mir das erneut, außerdem habe ich den Gesamtweltcupsieg erreicht", sagt er stolz.
"Es ist schon eine Befriedigung das zu schaffen." Immerhin wird Suppan im November 77 Jahre alt, konditionell steckt er aber weitaus Jüngere sicher locker in die Tasche: Im Juni beginnt bereits das Training für die nächste Saison. Im Juli und August stärkt er vorwiegend Kraft und Kondition: "Im Sommer fahre ich einige tausend Kilometer mit dem Rad. Außerdem gehe ich wandern in den Nockbergen und schwimmen in Mali Losinj, wo ich auch mein Motorboot habe." Im September steht er dann wieder auf der Piste. Dazwischen kümmert sich Suppan um sein "relativ großes Haus mit großem Garten."
Gelernt hat Suppan übrigens Schuster - und hat sich auch im beruflichen Leben mit der selben Konsequenz wie im Sport nach oben gearbeitet.
![WM 2009 Piancavallo006[1]](/mediaCache/383397/2909107.jpg)

